Eine Al-Anon Gruppe finden

 
Al-Anon und Alateen Gruppen treffen sich in Meetings, die in der Regel wöchentlich für ein bis zwei Stunden stattfinden.

Alle Angehörigen und Freunde von Alkoholikern sind jederzeit in jedem Meeting herzlich willkommen. Die Gruppen können zu den angegebenen Zeiten ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Präsenzmeetings

Präsenzmeetings oder f2f (face to face) Meetings sind Selbsthilfetreffen, bei denen man sich von Angesicht zu Angesicht vor Ort in einem Gruppenraum trifft.
 
Hier wird unter Wahrung der Anonymität und Vertraulichkeit persönliche Erfahrung ausgetauscht. Die Teilnehmer finden Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Probleme und bauen sich gegenseitig auf. Man lernt hier mit Hilfe der Anderen das Al-Anon Programm anzuwenden, um eine Perspektive für sich selbst zu finden. Was uns verbindet, ist, dass jeder von uns ein Problem mit dem Trinkverhalten eines anderen hat oder hatte. Deutschlandweit gibt es ca. 500 solcher Al-Anon Selbsthilfegruppen. (Einen Link zum Gruppen-Finder gibt es weiter unten.)

Geschlossene und offene Meetings

Grundsätzlich kann jedes Al-Anon Meeting von Menschen, die Probleme mit dem Trinkverhalten eines Angehörigen oder nahen Freundes haben oder hatten, besucht werden. Ein angegebener Schwerpunkt, wie z. B. „Aufgewachsen in alkoholkranker Familie“, gibt nur einen Hinweis darauf, welche weitere Gemeinsamkeit die meisten Teilnehmer haben werden. Zum Schutz und Verständnis gleich Betroffener, und um sich in der Gruppe öffnen zu können, sind „geschlossene“ Meetings die Regel in Al-Anon und somit ausschließlich für Angehörige und Neue zugänglich. Ausnahmen sind Informationsmeetings, damit Familienmitglieder, Freunde, Anonyme Alkoholiker, sowie Fachleute als Gäste kommen und sich informieren können. Diese Meetings werden dann als „offen“ bezeichnet, was bedeutet, dass sie für die Öffentlichkeit nur an diesem Tag geöffnet sind. Dies wird im Gruppen-Finder extra gekennzeichnet.

Über den nachfolgenden Link kann eine Gruppe in der Nähe gefunden werden:

https://al-anon.de/gruppe-finden/gruppen-finder/

Elektronische Meetings

Elektronische Meetings sind Meetings, die für ihren Austausch elektronische Medien nutzen.

A) Temporäre elektronische Meetings

Mit dem Lockdown und den Gefahren der Covid19-Pandemie, sich anzustecken, bildeten ab dem Jahr 2020 neue alternative Meetingsformen eine Ausweichmöglichkeit zu den Präsenz- oder f2f -Meetings. Entscheidet sich eine ganze Gruppe vorübergehend dafür, statt ihres Präsenzmeetings ein elektronisches Meeting als Ersatz anzubieten (z. B. als Telefon- oder Videokonferenz zur sonst üblichen Meetingszeit), so sprechen wir von „temporären elektronischen Meetings“. Eine Liste von deutschsprachigen temporären elektronischen Meetings kann mit nachfolgendem Link als PDF-Datei heruntergeladen werden:

    Liste der temporären elektronischen Meetings

Sobald sich eine Gruppe wieder f2f in ihrem Gruppenraum treffen kann, sollte sie sich bitte aus der o. g. Liste streichen lassen. Elektronische Meetings – welche Plattform sie auch immer nutzen – können f2f oder Präsenzmeetings wegen ihrer persönlichen Atmosphäre und Dichte nur unzureichend ersetzen. Es ist zu beachten, dass die Anonymität in elektronischen Meetings nicht annähernd so gut wie im Präsenzmeeting gewahrt werden kann. Hier sind die Teilnehmer in Eigenverantwortung aufgerufen, die existierenden technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, z. B. durch Unterdrücken der Rufnummer, durch die Wahl einer neutralen E-Mail-Adresse bzw. durch Weglassen des Nachnamens, wo die genutzten Plattformen zur Eingabe persönlicher Daten auffordern.

B) Permanente elektronische Meetings

Die ersten elektronischen Meetings entstanden in sehr dünn besiedelten und weit auseinander liegenden Teilen Amerikas, wo man sich schlecht persönlich treffen konnte. Mit dem technischen Fortschritt entstanden elektronische Meetingsformen, um sich per Telefon oder Computer zu vernetzen und auszutauschen. Besteht ein elektronisches Meeting dauerhaft, so können sich die Teilnehmer als Al-Anon Gruppe registrieren lassen. Da diese Meetings nicht ortsgebunden sind, sondern sich hauptsächlich durch die verwendete Sprache, die verwendete Plattform und gegebenenfalls durch einen thematischen Schwerpunkt unterscheiden, werden „permanente elektronische Meetings“ beim Al-Anon Weltdienstbüro angemeldet. Nachfolgender Link verweist unter anderem auf derzeit fünf deutschsprachige Gruppen [Stand Mai 21], die beim World Service Office (WSO) registriert sind:

Ca. 700 Videokonferenzen, E-Mail-Verteilerlisten und ähnliches:

https://al-anon.org/al-anon-meetings/electronic-meetings/ (WSO)

Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität kann Al-Anon Deutschland hier leider nicht übernehmen. Auch für technische Hilfe sind die Gruppen verantwortlich (z. B. über speziell hierfür eingerichtete E-Mail-Adressen). Wir bitten zur Entlastung des Dienstbüros darum, gegebenenfalls die Supportseiten der verwendeten Plattformen zu Rate zu ziehen oder versierte Freunde zu fragen. Al-Anon Deutschland hat keinerlei Einfluss auf die technische Umsetzung und Erreichbarkeit solcher elektronischen Meetings. Daher kann hierfür auch keine technische Unterstützung geleistet werden.

Hybrid-Meetings

Hierbei handelt es sich um eine Mischform aus Präsenzmeeting und elektronischem Meeting, bei dem zusätzlich zu den vor Ort anwesenden Personen weitere Teilnehmer via Telefon oder Computer zugeschaltet werden. Im Gruppen-Finder sind solche Meetings mit dem Begriff (Hybrid) gekennzeichnet.
 
Durch diese spezielle Meetingsform kann z. B. die aufgrund der Raumgröße beschränkte Teilnehmerzahl erhöht werden. Bezüglich der Anonymität sind sowohl für Anwesende, als auch für elektronisch zugeschaltete Teilnehmer dieselben Einschränkungen  – wie oben unter „Elektronische Meetings“ im Abschnitt zu Anonymität beschrieben – zu beachten. Besonders neue Teilnehmer, die vor Ort ins Meeting kommen, müssen in Hybrid-Meetings explizit darüber informiert werden, dass zusätzlich elektronische Medien genutzt werden und sie die Nutzungsbedingungen des elektronischen Anbieters zur Kenntnis genommen haben, die dazu in Papierform ausgelegt sein müssen. Auch wäre in jedem solchen Meeting ein mündlicher Hinweis angebracht, dass keine Aufnahmen oder Screenshots gewünscht sind und die elektronisch zugeschalteten Teilnehmer bitte dafür Sorge tragen mögen, dass sie sich allein und ungestört in dem Raum befinden, von dem aus sie teilnehmen.

Beispiel-Einverstaendniserklaerung-Hybridmeeting.pdf

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